BORA Kochfeldabzug: Wann lohnt sich die Investition?
Kein Dunst, keine sperrige Haube, freier Blick: Der Kochfeldabzug saugt den Dampf nach unten ab. Wann sich das Prinzip wirklich lohnt und wann die klassische Haube reicht.
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Direktantwort
Ein BORA Kochfeldabzug saugt Kochdämpfe direkt am Kochfeld nach unten ab, statt sie über eine Haube nach oben zu ziehen. Er lohnt sich vor allem an der Kücheninsel und in offenen Wohnküchen: freie Sicht, kein Anstoßen an der Haube und ein leiserer Betrieb (rund 54 bis 60 dB). Der Preis ist höher als bei einer Haube, und unter dem Kochfeld geht Platz für die Technik verloren. Bei einer geschlossenen Küche an der Wand reicht oft eine gute Haube.
Lange war die Dunstabzugshaube gesetzt, mal als Edelstahlschirm, mal als Kasten über dem Herd. In offenen Wohnküchen wirkt sie aber schnell wuchtig und stört den freien Blick. Der Kochfeldabzug dreht das Prinzip um und zieht den Dampf nach unten ab, dort, wo er entsteht. Das klingt bestechend, hat aber auch seinen Preis und seine Grenzen. Dieser Beitrag erklärt, wie die Technik funktioniert, wo sie der Haube überlegen ist und für wen sich die Investition wirklich rechnet. Am Ende können Sie einschätzen, ob ein System wie BORA zu Ihrer Küche passt.
Wie funktioniert ein Kochfeldabzug?
Der Unterschied steckt in der Richtung. Eine Haube fängt den aufsteigenden Dampf über dem Herd ein. Ein Kochfeldabzug sitzt mittig im Kochfeld und zieht den Dunst nach unten weg, noch bevor er hochsteigen kann.
Möglich macht das die Strömungsgeschwindigkeit. Der Abzug saugt mit rund vier Metern pro Sekunde an und erzeugt so eine Querströmung, die stärker ist als der Auftrieb des Dampfes. Dadurch wird der Dunst direkt am Topf erfasst, statt sich im Raum zu verteilen. Fett und Gerüche landen im Gerät, nicht an Wand und Decke.
Der Fettfilter sitzt dabei meist aus Edelstahl im Kochfeld selbst und lässt sich zur Reinigung entnehmen, oft ist er spülmaschinengeeignet. Technisch gibt es das System als Umluft- oder Abluftvariante, je nachdem, ob die Luft gefiltert zurückgeführt oder nach außen geleitet wird. Was für Ihre Küche geht, hängt von den baulichen Möglichkeiten ab.
Wichtig zu wissen: Der Kochfeldabzug ersetzt die Haube vollständig, er ist kein Zusatzgerät. Kochfeld und Abzug bilden eine Einheit, entweder als Kombigerät oder als getrennte, aufeinander abgestimmte Bauteile. Für die Planung heißt das, dass Kochfeld, Abzug und der Unterbau von Anfang an zusammen gedacht werden müssen.
Kochfeldabzug oder Dunstabzugshaube?
Beide holen den Dunst aus der Küche, aber mit spürbar anderem Ergebnis im Raum. Die Tabelle stellt die wichtigsten Punkte gegenüber.
|
Kriterium |
Dunstabzugshaube |
Kochfeldabzug (z. B. BORA) |
|---|---|---|
|
Sicht & Optik |
sichtbar über dem Herd |
unsichtbar, freier Blick |
|
Kopffreiheit |
kann im Weg sein |
nichts über dem Kochfeld |
|
Geräusch |
oft lauter |
meist leiser (ca. 54-60 dB) |
|
Platz unter dem Kochfeld |
frei für Schränke |
Technik braucht Raum |
|
Anschaffungspreis |
breite Spanne, oft günstiger |
höher |
Zwei Muster werden deutlich. Bei Sicht, Kopffreiheit und Geräusch liegt der Kochfeldabzug vorn, gerade an der Insel. Dafür kostet er mehr und beansprucht den Platz unter dem Kochfeld, der sonst für einen Schrank oder Backofen zur Verfügung stünde.
Für wen sich BORA lohnt
Kücheninsel und offene Wohnküche
Hier spielt der Kochfeldabzug seine größte Stärke aus. Über einer Insel wirkt eine Haube schnell wie ein Fremdkörper und verstellt den Blick in den Wohnraum. Der Kochfeldabzug verschwindet im Kochfeld, die Sichtachse bleibt frei. Wer offen kocht und dabei mit Gästen in Kontakt bleiben möchte, gewinnt spürbar an Großzügigkeit.
Freie Sicht und Ergonomie
Auch ohne Insel ist die Kopffreiheit ein Argument. Große Menschen stoßen an keine Haube mehr, und über dem Herd bleibt es offen. Das schafft ein leichteres Raumgefühl, gerade in Küchen mit niedriger Decke oder bodentiefen Fenstern hinter dem Kochfeld, wo eine Haube das Licht nehmen würde.
Lautstärke im Alltag
Der Geräuschpegel wird oft unterschätzt. In der offenen Wohnküche läuft der Abzug mitten im Wohnraum, und da macht es einen Unterschied, ob er lärmt oder leise arbeitet. Kochfeldabzüge sind meist leiser als vergleichbare Hauben, was Gespräche beim Kochen angenehmer macht.
Kosten und Serien
Ehrlich bleibt: Das kostet mehr. Als grobe Marktorientierung beginnen Einstiegsserien bei rund 1.500 Euro, während Profi-Linien deutlich darüber liegen können (Branchenangaben, Stand 2026). Ob sich der Aufpreis lohnt, hängt davon ab, wie offen Ihre Küche ist und wie wichtig Ihnen die freie Sicht wirklich ist.
Umluft oder Abluft
Ein Punkt entscheidet über den Einbau: ob das System als Abluft oder als Umluft arbeitet. Bei der Abluft wird die Luft nach außen geführt, das setzt eine Maueröffnung oder einen Kanal voraus, bringt aber die Feuchtigkeit gleich mit hinaus. Bei der Umluft reinigt ein Filter die Luft und gibt sie in den Raum zurück, ohne Wanddurchbruch, dafür mit gelegentlichem Filterwechsel. Welche Variante möglich ist, hängt von der Bausituation ab, gerade in der Wohnung oder im dicht gebauten Passivhaus ist das ein Thema. An der Insel kommt hinzu, dass der Kanal im Boden geführt werden muss, was sich am besten im Neubau oder bei einer Sanierung mitplanen lässt. Wir klären diese Frage früh, weil sie den Küchengrundriss beeinflusst.
Nachteile ehrlich betrachtet
Kein System ist ohne Kompromiss. Der wichtigste Punkt ist der Platz: Die Technik sitzt unter dem Kochfeld, und dieser Raum fehlt für einen Unterschrank oder einen darunter eingebauten Backofen. Wer knappen Stauraum hat, muss das in der Planung berücksichtigen.
Dazu kommt der höhere Preis, und dass BORA und ähnliche Systeme nur über Fachpartner erhältlich sind, nicht im Discounter. Für eine geschlossene Küche an der Wand, wo die Haube nicht stört und die Sicht keine Rolle spielt, ist der Mehrpreis oft nicht nötig. Dann tut eine gute Haube denselben Dienst.
Ein weiterer Punkt ist das Kochgeschirr. Damit die Querströmung wirkt, sollten Töpfe und Pfannen nicht zu hoch über das Kochfeld hinausragen, und sehr hohe Töpfe fängt der Abzug schlechter ein als eine Haube darüber. Im Alltag fällt das selten ins Gewicht, gehört aber zur ehrlichen Bilanz. Und die Anschaffung ist eine langfristige Entscheidung: Ein Kochfeldabzug lässt sich nicht so leicht nachrüsten wie eine Haube, weil er den Platz unter dem Kochfeld und die passende Planung braucht. Wer schwankt, klärt die Frage besser vor der Küchenplanung als danach.
Aus der Praxis
Bei der Planung mit einem Kochfeldabzug denken wir den Stauraum von Anfang an mit. Der Platz unter dem Kochfeld ist weg, also wandern Backofen und Schubladen an andere, gut erreichbare Stellen. Wir planen und montieren BORA-Systeme im Rahmen der Küche und zeigen sie
im Schauraum. Am ehrlichsten entscheidet sich die Frage vor Ort: Steht eine Insel im Raum, ist der Kochfeldabzug fast immer die schönere Lösung. Steht der Herd an der Wand, lohnt der Vergleich mit einer guten Haube.
So entscheiden Sie, ob BORA passt
Vier Fragen bringen Klarheit.
- Budget abstecken: Ist Ihnen der Mehrpreis den Gewinn an Optik, Ruhe und Kopffreiheit wert?
- Küchenform prüfen: Insel oder offene Wohnküche sprechen klar für den Kochfeldabzug, eine geschlossene Wandküche eher für die Haube.
- Sicht bewerten: Ist Ihnen der freie Blick über dem Herd wichtig, etwa zu Fenster oder Wohnraum?
- Stauraum checken: Können Backofen und Schubladen anders untergebracht werden, wenn unter dem Kochfeld Platz fehlt?
BORA im Schauraum erleben in St. Pölten
Technik auf dem Papier zu vergleichen ist eine Sache, sie in Betrieb zu erleben eine andere. In unserem Schauraum in St. Pölten können Sie sich den Kochfeldabzug ansehen und ihn in Ihre Küchenplanung einbauen lassen. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich das System für Ihre Küche lohnt
oder ob eine gute Haube die vernünftigere Wahl ist.
Kommen Sie vorbei oder vereinbaren Sie einen Beratungstermin. Wir planen Ihre Küche so, dass Technik, Stauraum und Optik zusammenpassen. Die Beratung ist kostenlos.

Häufige Fragen zum BORA Kochfeldabzug
Hier finden Sie Antworten zu den am öftesten gefragten Fragen zum BORA Kochfeldabzug.



