BORA Kochfeldabzug: Wann lohnt sich die Investition?
Wie der Kochfeldabzug den Dampf nach unten holt, wann er der Haube überlegen ist, was Umluft und Abluft bedeuten und wann die klassische Haube reicht.
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Direktantwort
Ein BORA Kochfeldabzug saugt Kochdampf direkt am Kochfeld nach unten ab, statt ihn über eine Haube nach oben zu ziehen. Am meisten bringt das an der Kücheninsel und in offenen Wohnküchen: freie Sicht, nichts über dem Kopf, kein Fremdkörper im Raum. Dafür kostet das System mehr als eine einfache Haube und braucht unter dem Kochfeld Bauhöhe, wie viel, hängt vom Modell ab. In einer geschlossenen Küche an der Wand reicht oft eine gute Haube.
Lange war die Dunstabzugshaube gesetzt, als Edelstahlschirm oder Kasten über dem Herd. In offenen Wohnküchen wirkt sie aber schnell wuchtig und stört den Blick. Der Kochfeldabzug dreht das Prinzip um und holt den Dampf dort ab, wo er entsteht. Das klingt bestechend, hat aber seinen Preis und seine Grenzen. Dieser Beitrag erklärt die Technik, vergleicht sie mit der Haube und zeigt, für welche Küchen sich die Investition rechnet.
Wie funktioniert ein Kochfeldabzug?
Der Unterschied steckt in der Richtung. Eine Haube fängt den aufsteigenden Dampf über dem Herd ein. Ein Kochfeldabzug sitzt im Kochfeld und zieht den Dunst seitlich nach unten weg, bevor er hochsteigt.
Möglich macht das eine Querströmung über der Kochfläche, die stärker ist als der Auftrieb des Dampfes. Der Dunst wird dadurch direkt am Topf erfasst, statt sich im Raum zu verteilen. Fett bleibt im Filter des Geräts, der im Kochfeld sitzt und sich zur Reinigung herausnehmen lässt.
Wichtig für die Planung: Der Kochfeldabzug ersetzt die Haube, er ist kein Zusatzgerät. Kochfeld und Abzug bilden eine Einheit, als Kombigerät oder als aufeinander abgestimmte Einzelteile. Unter dem Kochfeld sitzen Lüfter und Luftführung, bei Umluft zusätzlich der Geruchsfilter. Deshalb müssen Kochfeld, Abzug und Unterschrank von Anfang an zusammen geplant werden. BORA gehört dabei zu unseren Markenpartnern für Küchengeräte.
Kochfeldabzug oder Dunstabzugshaube?
Beide holen den Dunst aus der Küche, mit spürbar anderem Ergebnis im Raum. Die Tabelle stellt die wichtigsten Punkte gegenüber.
|
Kriterium |
Dunstabzugshaube |
Kochfeldabzug (z. b. BORA) |
|---|---|---|
|
Sicht und Optik |
sichtbar über dem Herd |
im Kochfeld, freier Blick |
|
Kopffreiheit |
kann im Weg sein |
nichts über dem Kochfeld |
|
Sehr hohe Töpfe |
erfasst Dampf von oben |
erfasst ihn schlechter |
|
Platz unter dem Kochfeld |
frei für Schubladen |
Technik braucht Bauhöhe, je nach modell |
|
Nachrüsten |
meist unkompliziert |
nur mit Kochfeldtausch und Planung |
|
Anschaffungspreis |
breite Spanne |
in der Regel höher |
Bei Sicht und Kopffreiheit liegt der Kochfeldabzug vorn, gerade an der Insel. Die Haube punktet bei sehr hohen Töpfen, beim Nachrüsten und meist beim Preis. Wie viel Stauraum unter dem Kochfeld übrig bleibt, unterscheidet sich zwischen den Modellen deutlich und gehört deshalb in jede Planung.
Wo sich der Kochfeldabzug lohnt
Kücheninsel und offene Wohnküche
Hier spielt der Kochfeldabzug seine größte Stärke aus. Über einer Insel wirkt eine Haube schnell wie ein Fremdkörper und verstellt den Blick in den Wohnraum. Der Kochfeldabzug verschwindet im Kochfeld, die Sichtachse bleibt frei. Wer offen kocht und dabei mit Gästen im Gespräch bleiben möchte, gewinnt spürbar an Großzügigkeit. Bei einer Inselküche in Pyhra entschied am Ende allerdings nicht die Optik, sondern der Stauraum darunter.
Freie Sicht und Kopffreiheit
Auch ohne Insel ist die Kopffreiheit ein Argument. Große Menschen stoßen an keine Haube mehr, und über dem Herd bleibt es offen. Das schafft ein leichteres Raumgefühl, besonders in Küchen mit niedriger Decke oder mit einem Fenster hinter dem Kochfeld, wo eine Haube Licht nehmen oder gar nicht montierbar wäre. Auch Oberschränke neben dem Kochfeld lassen sich dann ohne Rücksicht auf eine Haube planen.
Lautstärke richtig vergleichen
Der Geräuschpegel wird oft unterschätzt, weil der Abzug in der offenen Wohnküche mitten im Wohnraum läuft. Pauschal leiser ist allerdings keines der beiden Systeme, es kommt auf Modell und Leistungsstufe an. Vergleichen Sie Herstellerangaben deshalb auf derselben Stufe, nicht die leiseste Stufe des einen mit der stärksten des anderen, und hören Sie sich das Gerät nach Möglichkeit im Betrieb an.
Umluft, Abluft und Stauraum: was die Planung entscheidet
Umluft oder Abluft
Ein Punkt entscheidet über den Einbau: ob das System als Abluft oder als Umluft arbeitet. Bei Abluft wird die Luft über einen Kanal nach außen geführt. Das setzt einen Mauerdurchbruch oder einen vorhandenen Kanal voraus und bringt die Feuchtigkeit gleich mit hinaus; an einer Insel muss der Kanal im Boden laufen, was sich vor allem im Neubau oder bei einer Sanierung einplanen lässt. Bei Umluft reinigt ein Filter die Luft und gibt sie in den Raum zurück, ohne Wanddurchbruch, dafür mit regelmäßigem Filterwechsel. In luftdichten Häusern mit Wohnraumlüftung muss Abluft zudem mit der Lüftungsplanung abgestimmt werden.
Stauraum unter dem Kochfeld
Lüfter und Luftführung sitzen unter dem Kochfeld und brauchen Bauhöhe. Wie viel, ist von Modell zu Modell verschieden: Kompakte Umluftsysteme bauen so flach, dass darunter Schubladen für Töpfe Platz finden, andere beanspruchen mehr Raum. Ob unter dem Kochfeld ein Backofen sitzen kann, lässt sich nicht pauschal sagen, sondern nur für das konkrete Gerät. Deshalb wählen wir Kochfeld und Unterschrank gemeinsam aus, bevor die Front feststeht.
Nachteile ehrlich betrachtet
Kein System ist ohne Kompromiss. Der höhere Preis ist der offensichtlichste. Wer eine geschlossene Küche an der Wand hat, in der die Haube nicht stört und die Sicht keine Rolle spielt, zahlt den Aufpreis oft für einen Vorteil, den er im Alltag kaum bemerkt.
Dazu kommt das Kochgeschirr. Damit die Querströmung wirkt, sollte der Dampf nicht zu weit über dem Kochfeld entstehen; sehr hohe Töpfe erfasst ein Kochfeldabzug schlechter als eine Haube darüber. Ein Deckel hilft, im Alltag fällt das selten ins Gewicht. Und schließlich ist die Entscheidung schwer umkehrbar: Ein Kochfeldabzug lässt sich nicht so leicht nachrüsten wie eine Haube, weil Kochfeld, Plattenausschnitt und Unterschrank auf ihn abgestimmt sind. Wer schwankt, klärt die Frage vor der Küchenplanung.
Wie wir den Kochfeldabzug in die Planung einbauen
Bei jedem Kochfeldabzug klären wir zuerst zwei Dinge: Umluft oder Abluft, und was unter dem Kochfeld liegen soll. Beides beeinflusst den Grundriss, deshalb steht es am Anfang und nicht am Ende der Gerätewahl. Erst danach geht es um Kochzonen, Bedienung und Design.
Aus der Praxis
Am ehrlichsten entscheidet sich die Frage am Grundriss. Steht das Kochfeld an der Insel, ist der Kochfeldabzug fast immer die schönere Lösung. Steht der Herd an der Wand, lohnt der Vergleich mit einer guten Haube, und manchmal ist das gesparte Geld in einer besseren Arbeitsplatte besser angelegt. Klären Sie die Stauraumfrage, bevor Sie sich in ein Modell verlieben.
Diese Lösung haben wir für Frau H. in Pyhra gewählt
Frau H. baute ein Einfamilienhaus mit kontrollierter Wohnraumlüftung und plante eine Kochinsel mit Kochfeldabzug, offen zum Wohnraum. Eine Haube kam für sie nicht infrage, eine Abluftleitung durch die Gebäudehülle war nicht vorgesehen, die Anschlüsse für die Insel lagen bereits an der richtigen Stelle. Ihr wichtigster Wunsch betraf den Stauraum: Unter dem Kochfeld sollten zwei breite Topfschubladen sitzen, weil dort die Töpfe gebraucht werden. Mit einem Abzug, der viel Bauhöhe beansprucht, wäre davon höchstens eine flache Lade geblieben.
- Ausgangslage: Neubau mit Wohnraumlüftung, Kochinsel geplant, Anschlüsse vorbereitet, keine Abluftleitung vorgesehen.
- Herausforderung: Kochfeldabzug an der Insel und zugleich zwei volle Topfschubladen direkt darunter.
- Umsetzung: ein kompakt bauendes Umluftsystem gewählt und Kochfeld, Filterposition und Schubladenhöhen gemeinsam geplant, bevor die Insel bestellt wurde.
- Warum diese Lösung: Umluft passte zur Lüftungsplanung des Hauses, und die geringe Bauhöhe ließ unter dem Kochfeld Platz für die Schubladen.
Die Töpfe liegen damit direkt unter den Kochzonen, und über der Insel bleibt der Blick in den Wohnraum frei.
So entscheiden Sie, ob BORA passt
Fünf Fragen bringen Klarheit:
- Küchenform prüfen: Insel oder offene Wohnküche sprechen für den Kochfeldabzug, eine geschlossene Wandküche eher für die Haube.
- Sicht bewerten: Ist Ihnen der freie Blick über dem Herd wichtig, etwa zu Fenster oder Wohnraum?
- Abluft oder Umluft klären: Gibt es einen Weg nach draußen, und passt Abluft zur Lüftung des Hauses?
- Stauraum festlegen: Was soll unter dem Kochfeld liegen? Danach richtet sich das Modell.
- Budget abstecken: Ist Ihnen der Mehrpreis den Gewinn an Optik und Kopffreiheit wert?
Aus dem Fall von Frau H. folgt eine Regel für jede Planung mit Kochfeldabzug: Legen Sie zuerst fest, was unter dem Kochfeld liegen soll, und wählen Sie dann das Gerät, nicht umgekehrt. Wer zuerst das Modell aussucht, plant den Stauraum hinterher um die Technik herum. Wie die Insel insgesamt dimensioniert wird, steht im Beitrag Kochinsel planen; alles zu unseren Küchen finden Sie unter Küchen.
Einblicke in unsere Projekte

Häufige Fragen zum BORA Kochfeldabzug
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