Garderobe & Vorraum: Stauraum, der wirklich passt

Der Vorraum ist der erste und der letzte Raum, den Sie täglich sehen, und oft der schwierigste zu planen. Auf wenig Fläche soll viel unterkommen, ohne dass es eng wird.

6–9 Minuten
Garderobe & Vorraum Stauraum, der wirklich passt

Direktantwort

Im Vorraum entscheidet Maßarbeit über Ordnung, weil hier selten Standardmöbel passen. Schmale Hochschränke mit geringer Tiefe (rund 30 bis 40 cm) schaffen viel Stauraum, ohne den Durchgang zu verengen. Eine Sitzbank mit Stauraum verbindet Ablage und bequemes Schuhe-Anziehen, ein großer Spiegel bringt Licht und Weite. Wichtig ist, Alltags- und Saisonkleidung zu trennen und beim Planen die echten Mengen zu zählen, nicht zu schätzen.

Jacken, Schuhe, Schals, Taschen, der Schlüssel, die Post: Im Vorraum sammelt sich das halbe Leben, und meist auf der kleinsten Fläche der Wohnung. Kein Wunder, dass es hier oft unordentlich wirkt. Standardmöbel helfen selten, weil der Flur zu schmal, zu kurz oder verwinkelt ist. Dabei lässt sich gerade hier mit den richtigen Lösungen viel gewinnen. Dieser Beitrag zeigt, welche Bausteine einen Vorraum ordentlich machen, wie Sie auch im schmalen Flur Stauraum schaffen und welche Fehler Sie vermeiden sollten. Am Ende wissen Sie, wie Ihr Vorraum zum aufgeräumten Empfang wird.

Warum der Vorraum oft der schwierigste Raum ist

Der Vorraum muss mehr leisten als jeder andere Raum auf so wenig Fläche. Er ist Durchgang und Stauraum zugleich, und beides beißt sich. Was an die Wand kommt, darf den Weg nicht verstellen, sonst wird es eng.

Dazu kommt die Vielfalt an Dingen, die hier Platz brauchen. Jacken in verschiedenen Längen, Schuhe für jede Jahreszeit, Taschen, Mützen, Schirme. Jedes davon hat ein anderes Maß, und Standardmöbel bilden das nur grob ab. Ein tiefer Kleiderschrank wäre zu wuchtig, ein flaches Regal zu klein.

Und schließlich ist der Zuschnitt oft schwierig. Viele Flure sind schmal, haben Türen an mehreren Seiten oder eine Ecke, um die herum geplant werden muss. Genau deshalb ist der Vorraum ein klassischer Fall für Maßarbeit: Sie nutzt die vorhandene Wand voll aus, ohne den Durchgang zu opfern.

Es lohnt sich, den Vorraum bewusst zu planen statt ihn mit Resten aus dem Möbelhaus zu bestücken. Ein paar Zentimeter mehr Stauraum an der richtigen Stelle ersparen später viel Gerümpel an der falschen.

Die Bausteine einer guten Garderobe

Ein funktionierender Vorraum setzt sich aus wenigen, gut gewählten Elementen zusammen. Welche davon passen, hängt vom Platz ab. Die Tabelle zeigt die wichtigsten.

Baustein

Funktion

Schmaler Hochschrank (30-40 cm tief)

viel Stauraum, wenig Tiefe

Sitzbank mit viel Stauraum

bequemes Anziehen plus Ablage darunter

Großer Spiegel

Weite, Licht und der Blick vor dem Rausgehen

Haken und offene Ablage

schneller Zugriff auf Alltagsjacken

Schuhaufbewahrung

ausziehbar oder in Klappen, spart Fläche

Auffällig ist, wie viel ein einziger Zentimeter Tiefe ausmacht. Ein Schrank mit 35 statt 60 Zentimetern Tiefe raubt dem schmalen Flur kaum Platz und bietet trotzdem Stauraum bis zur Decke. Genau darin liegt der Trick im Vorraum.

Stauraum im schmalen Vorraum

Maßschränke mit geringer Tiefe

Der wichtigste Baustein ist der schmale Hochschrank. Mit einer Tiefe von rund 30 bis 40 Zentimetern passt er auch in enge Flure und nimmt bis unter die Decke Jacken, Schachteln und Selten-Gebrauchtes auf. Nach Maß gebaut nutzt er die ganze Wandbreite, statt neben einer Standardbreite eine Lücke zu lassen. So entsteht viel Stauraum, ohne dass der Durchgang leidet.

Die Sitzbank mit Stauraum

Eine Sitzbank ist im Vorraum mehr als Komfort. Sie macht das Schuhe-Anziehen bequem und bietet unter der Sitzfläche Platz für genau diese Schuhe. Eine Bank mit Schublade oder Klappe verbindet beides auf kleinstem Raum. Gerade für Familien und für alle, die sich beim Anziehen gern setzen, ist sie der Baustein, der den größten Alltagsgewinn bringt.

Spiegel und helle Farben

Ein großer Spiegel ist im Vorraum doppelt nützlich. Er zeigt Ihnen vor dem Rausgehen den letzten Blick, und optisch macht er den engen, oft fensterlosen Raum weiter und heller. Zusammen mit hellen Fronten und einer ruhigen, reduzierten Optik wirkt selbst ein schmaler Flur großzügiger, als er ist.

Ungenutzte Ecken und Höhen

Im Vorraum bleibt viel Potenzial oben und in den Winkeln liegen. Der Raum unter einer Treppe, die Wand über der Tür, eine tote Ecke: Nach Maß lässt sich all das erschließen. Was selten gebraucht wird, wandert nach oben, was täglich, in Griffhöhe. So arbeitet die ganze Fläche mit, nicht bloß der bequeme Bereich.

Beleuchtung und der erste Eindruck

Der Vorraum ist der erste Raum, den Gäste sehen, und oft der dunkelste im Haus. Viele Flure haben kein Fenster, und eine einzelne Deckenlampe wirft harte Schatten. Besser ist mehrschichtiges Licht: eine Deckenleuchte für die Grundhelligkeit, dazu Licht am Spiegel und ein warmer Akzent an der Garderobe. Das macht den Raum freundlicher und lässt ihn größer wirken. Praktisch ist ein Bewegungsmelder, der beim Heimkommen mit vollen Händen automatisch Licht schaltet. Und weil der Vorraum den Ton für die ganze Wohnung setzt, lohnt sich hier ein aufgeräumter, heller erster Eindruck besonders. Wer den Flur stiefmütterlich behandelt, verschenkt genau die Fläche, die jeder Besuch zuerst wahrnimmt.

Typische Fehler im Vorraum

Der häufigste Fehler ist, die Mengen zu schätzen statt zu zählen. Wer nicht weiß, wie viele Paar Schuhe und wie viele Jacken tatsächlich unterkommen müssen, plant zu knapp, und schon nach kurzer Zeit quillt alles über. Zählen Sie lieber einmal genau durch.

Ein zweiter Fehler ist, Alltags- und Saisonkleidung in einen Topf zu werfen. Die dicke Winterjacke muss im Sommer nicht griffbereit hängen. Trennt man beides, reicht der Alltagsplatz plötzlich. Und drittens wird oft zu tief geplant: Ein normal tiefer Schrank verengt den Flur, obwohl ein schmaler genauso viel fasst.

Ein vierter Fehler ist, den Durchgang zu vergessen. Eine Tür, die gegen die Garderobe schlägt, oder ein Schrank, der den Weg verengt, stört jeden Tag. Messen Sie, wie viel Platz frei bleiben muss, damit man mit Einkaufstaschen bequem durchkommt. Planen Sie die Haken nicht zu hoch, denn was Kinder selbst erreichen, landet nicht auf dem Boden. Und lassen Sie, wenn möglich, eine kleine Ablage für Schlüssel und Post frei, sonst sammelt sich beides auf dem erstbesten Möbel.

Aus der Praxis

Vor der Planung machen wir eine kurze Bestandsaufnahme, die mehr bringt als jede Faustregel: Schuhe und Jacken tatsächlich zählen, nicht schätzen, und in Alltag und Saison trennen. Dann messen wir die Wand und die nutzbare Tiefe, oft sind nur 35 Zentimeter frei, bevor der Durchgang eng wird. Genau auf dieses Maß bauen wir dann den Schrank, statt ein Standardmöbel hineinzuzwingen, das vorne übersteht.

So planen Sie Ihren Vorraum

Fünf Schritte führen vom vollen Flur zum aufgeräumten Empfang.

  1. Höhen nutzen: bis zur Decke planen und tote Ecken oder den Raum unter der Treppe einbeziehen.
  2. Mengen zählen: Wie viele Jacken, Schuhe, Taschen müssen wirklich Platz finden? Ehrlich durchzählen.
  3. Alltag und Saison trennen: Nur das Tägliche griffbereit, den Rest weiter oben oder anderswo.
  4. Tiefe messen: Wie viel Tiefe bleibt, bevor der Durchgang eng wird? Meist 30 bis 40 cm.
  5. Bausteine wählen: schmaler Hochschrank, Sitzbank mit Stauraum, Spiegel, Haken für Alltagsjacken.

Vorraum nach Maß vom Tischlermeister in St. Pölten

Kein Flur gleicht dem anderen, und genau deshalb lohnt sich hier Maßarbeit besonders. Wir messen bei Ihnen vor Ort, planen die Garderobe für Ihre Wandbreite und Ihre nutzbare Tiefe und fertigen sie in der eigenen Werkstatt. So entsteht Stauraum, der die Fläche voll nutzt, ohne den Durchgang zu
verengen, mit Sitzbank, Spiegel und einer Aufteilung, die zu Ihrem Alltag passt.

Kommen Sie in unseren Schauraum in St. Pölten oder vereinbaren Sie einen Termin bei Ihnen zu Hause. Wir schauen uns Ihren Vorraum an und zeigen Ihnen, wie viel mehr hineinpasst, als Sie denken. Die Beratung ist kostenlos.

Portrait Gerald Gimpl

Häufige Fragen zum Vorraum

Hier finden Sie Antworten zu den am öftesten gefragten Fragen zum Thema Küchen.

Als Richtwert reichen 30 bis 40 Zentimeter Tiefe. Ein solcher Hochschrank fasst bis unter die Decke erstaunlich viel, verengt den Durchgang aber kaum. Nach Maß gebaut nutzt er zusätzlich die volle Wandbreite.

Zählen Sie die tatsächlichen Mengen und trennen Sie Alltags- von Saisonkleidung. Nutzen Sie die Höhe bis zur Decke und tote Ecken. Ein großer Spiegel und helle Farben lassen den Raum zusätzlich weiter wirken. Feste Plätze für Schlüssel und Post verhindern, dass sich Kleinkram auf den Ablagen sammelt.

Weil Flure selten Standardmaße haben. Sie sind schmal, kurz oder verwinkelt. Ein Maßmöbel nutzt die vorhandene Wand und Tiefe voll aus, während ein Standardschrank entweder übersteht oder Lücken lässt. Im schmalen Flur zählt jeder Zentimeter, und genau den holt die Maßarbeit heraus.

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28 Jahre Erfahrung

3.345 Zufriedene Kunden

155m² Schauraum-Fläche

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