Wohnzimmer planen: warum Stauraum oft unterschätzt wird

Ein Wohnzimmer soll gemütlich sein und aufgeräumt wirken. Ob das gelingt, entscheidet weniger das Sofa als der Stauraum, an den beim Einrichten kaum jemand zuerst denkt.

6–9 Minuten
Wohnzimmer planen warum Stauraum oft unterschätzt wird

Direktantwort

Stauraum entscheidet stärker über das Wohngefühl, als man denkt: Erst wenn Kabel, Technik und Alltagskram verschwinden, wirkt ein Wohnzimmer ruhig. Als Faustregel funktioniert eine Mischung aus rund zwei Dritteln geschlossenem und einem Drittel offenem Stauraum. Eine
Wohnwand oder ein Sideboard nach Maß nutzt die Wandfläche voll aus, statt oben Leerraum zu lassen. So bleibt Schönes sichtbar und Unordnung verschwindet hinter Türen.

Beim Einrichten des Wohnzimmers geht es meist zuerst um Sofa, Farbe und Fernseher. Der Stauraum kommt zuletzt, wenn überhaupt. Ein paar Monate später steht dann das Chaos auf offenen Regalen, Kabel hängen sichtbar herunter, und der Raum wirkt unruhig, obwohl die Möbel schön sind. Dabei ist
genau der Stauraum der stille Held eines aufgeräumten Wohnzimmers. Dieser Beitrag zeigt, warum das so ist, wie Sie offenen und geschlossenen Stauraum klug mischen und wie eine Wohnwand nach Maß die Fläche voll nutzt. Am Ende können Sie Ihr Wohnzimmer so planen, dass es wohnlich aussieht und aufgeräumt bleibt.

Warum Stauraum über das Wohngefühl entscheidet

Ein Raum wirkt ruhig, wenn das Auge zur Ruhe kommt. Und das tut es nicht, wenn überall Dinge herumliegen. Fernbedienungen, Ladekabel, Zeitschriften, Spielzeug: All das gehört zum Leben, aber es muss nicht ständig zu sehen sein. Verdeckter Stauraum nimmt genau diesen Druck weg. Er sorgt für die optische Ruhe eines aufgeräumten Zimmers, ohne dass alles jederzeit perfekt geordnet sein muss.

Der zweite Grund ist die Technik. Fernseher, Receiver, Lautsprecher und ihre Kabel sind selten schön. Wo sie verschwinden können, gewinnt der Raum sofort. Ein geschlossenes Fach für die Technik und ein Kabelkanal in der Wohnwand machen aus einem sichtbaren Gerätepark eine ruhige Fläche.

Und schließlich geht es um Balance. Ein Wohnzimmer soll nicht steril wirken, sondern bewohnt. Deshalb ist die Kunst nicht, alles zu verstecken, sondern das Richtige zu zeigen und den Rest wegzuräumen.

Stauraum ist damit kein Gegensatz zur Gemütlichkeit, sondern ihre Voraussetzung. Erst wenn der Alltagskram einen Platz hat, kommen Sofa, Farben und Deko zur Geltung, für die man den Raum eigentlich einrichtet.

Offen oder geschlossen? Die richtige Mischung

Die Frage ist selten entweder-oder. Das beste Ergebnis entsteht aus einer Kombination, und dafür gibt es eine bewährte Faustregel. Die Tabelle zeigt, welche Zone wofür taugt.

Zone

Wofür sie taugt

Geschlossene Fächer (Türen, Schubladen)

Technik, Kabel, Alltagskram verstecken

Offene Regale

Bücher, Kunst, Pflanzen zeigen

Sideboard mit Türen

ruhige Ablage, Stauraum auf Griffhöhe

Raumhohe Fronten bis zur Decke

volle Flächennutzung, viel verdeckt

Niedrige Lowboards

leichter Look, Stauraum unter dem TV

Als Orientierung hat sich ein Verhältnis von etwa zwei Dritteln geschlossen zu einem Drittel offen bewährt. So verschwindet genug, damit der Raum ruhig bleibt, und es zeigt sich genug, damit er nicht kahl wirkt. Wer viel offen plant, muss dafür ständig aufräumen.

Stauraum clever planen

Die Zwei-Drittel-Regel

Die Mischung ist der Schlüssel. Etwa zwei Drittel der Flächen mit Türen oder Schubladen, ein Drittel offen für das, was Sie gern zeigen. In den geschlossenen Teil wandert alles, was Unruhe stiftet, in den offenen kommen Bücher, ein paar schöne Stücke, eine Pflanze. Dieses Gleichgewicht macht den Unterschied zwischen einer Wand, die aufgeräumt wirkt, und einer, die überladen aussieht.

Technik und Kabel verstecken

Der größte Gewinn steckt oft in einem einzigen geschlossenen Fach. Receiver, Konsole und Kabel verschwinden dahinter, gesteuert wird durch die Tür oder über Funk. Ein durchdachter Kabelweg in der Wohnwand führt die Strippen unsichtbar zum Anschluss. Was bleibt, ist eine ruhige Fläche statt eines sichtbaren Kabelsalats.

Die Wohnwand nach Maß

Standardmöbel enden bei der nächsten Normbreite und lassen oben, wo die Decke höher ist, Luft. Genau dort geht Stauraum verloren. Eine Wohnwand nach Maß misst die Wand aus und nutzt sie voll, bis unter die Decke und von Ecke zu Ecke. So entsteht deutlich mehr verdeckter Stauraum auf derselben Wandfläche, passgenau statt mit Lücken.

Das Sideboard als ruhige Ablage

Nicht jedes Wohnzimmer braucht eine ganze Wand. Oft reicht ein Sideboard mit geschlossenen Fronten als ruhige, niedrige Ablage. Es schluckt erstaunlich viel, hält die Fläche darüber frei für eine Lampe oder ein Bild und wirkt leichter als ein hoher Schrank. Gerade in kleineren Räumen ist es der unaufgeregte Alleskönner.

Licht als Teil der Wohnwand

Stauraum und Licht gehören zusammen, werden aber selten zusammen geplant. Eine Wohnwand bietet die Chance, Licht gleich zu integrieren: eine indirekte Beleuchtung hinter dem Fernseher nimmt den harten Kontrast am Abend, kleine Spots setzen offene Regale in Szene, und ein warmer Lichtstreifen unter einem Sideboard lässt es schweben. Das wertet die Fläche auf und lenkt den Blick auf das, was gezeigt werden soll, statt auf die geschlossenen Teile. Gleichzeitig sorgt Licht in den offenen Fächern dafür, dass Bücher und Objekte nicht im Schatten verschwinden. Nach Maß gebaut lassen sich Kabel und Trafos gleich unsichtbar mitführen. So wird die Wohnwand vom reinen Stauraum zum ruhigen Mittelpunkt des Raums.

Typische Fehler bei der Wohnzimmerplanung

Der häufigste Fehler ist, zu viel offen zu planen. Offene Regale sehen im Prospekt luftig aus, im Alltag füllen sie sich mit Kram und wirken schnell unruhig. Wer ehrlich zu sich ist, plant den größeren Teil geschlossen.

Ein zweiter Fehler ist, die Höhe zu verschenken. Endet die Wohnwand auf halber Höhe, bleibt oben Fläche ungenutzt, die viel fassen würde. Und drittens wird die Technik oft vergessen: Ohne geplanten Platz für Geräte und Kabel hängt am Ende doch alles sichtbar an der Wand.

Ein vierter Fehler ist, die Proportionen zu übersehen. Eine wuchtige, komplett geschlossene Wand kann einen kleinen Raum erdrücken, während zu viele filigrane Einzelmöbel unruhig wirken. Auch hier hilft die Balance aus geschlossenen und offenen Flächen. Und denken Sie an die Tiefe: Ein zu tiefes Lowboard schiebt das Sofa in den Raum, ein flaches wirkt leichter und lässt mehr Platz zum Gehen. Am besten legt man die Tiefe fest, bevor das Sofa gekauft wird, dann passen beide zusammen.

Aus der Praxis

Bevor wir eine Wohnwand planen, messen wir die Wand komplett aus, Breite und Höhe bis zur Decke, und schauen, wo Steckdose und Antenne sitzen. Dann legen wir das Verhältnis fest: grob zwei Drittel geschlossen für Technik und Alltag, ein Drittel offen für das, was gezeigt werden darf. Nach Maß gebaut nutzt die Wand die ganze Fläche, statt oben einen Streifen Luft zu lassen. Das bringt oft mehr Stauraum, als die Kundschaft erwartet.

So planen Sie Ihren Wohnzimmer-Stauraum

Fünf Schritte bringen Ordnung in die Planung.

  1. Technik einplanen: ein geschlossenes Fach für Geräte und einen unsichtbaren Kabelweg vorsehen.
  2. Inhalt sortieren: Was soll verschwinden (Technik, Kabel, Kram), was gezeigt werden (Bücher, Deko)?
  3. Wand ausmessen: Breite und Höhe bis zur Decke notieren, Steckdosen und Anschlüsse markieren.
  4. Verhältnis festlegen: als Richtwert zwei Drittel geschlossen, ein Drittel offen.
  5. Form wählen: raumhohe Wohnwand für viel Stauraum, Sideboard für den leichteren Look.

Wohnwand nach Maß aus St. Pölten

Ein Wohnzimmer, das aufgeräumt bleibt, entsteht nicht durch mehr Disziplin, sondern durch die richtige Planung. Als Tischlermeisterbetrieb messen wir Ihre Wand aus, planen die Mischung aus offen und geschlossen nach Ihrem Bedarf und fertigen die Wohnwand oder das Sideboard nach Maß. So nutzt der Stauraum jede Ecke, die Technik verschwindet, und der Raum wirkt ruhig, ohne kahl zu sein.

Kommen Sie in unseren Schauraum in St. Pölten oder vereinbaren Sie einen Termin bei Ihnen zu Hause. Wir schauen uns Ihr Wohnzimmer an und planen den Stauraum, der zu Ihrem Leben darin passt. Die Beratung ist kostenlos.

Portrait Gerald Gimpl

Häufige Fragen zum Stauraum im Wohnzimmer

Hier finden Sie Antworten zu den am öftesten gefragten Fragen zum Stauraum im Wohnzimmer.

Als Faustregel etwa zwei Drittel geschlossen und ein Drittel offen. Geschlossene Fächer verstecken Technik und Alltagskram, offene Regale zeigen Bücher und Schönes. So bleibt der Raum ruhig, ohne kahl zu wirken.

Mit einem geschlossenen Fach für die Geräte und einem geplanten Kabelweg in der Wohnwand. Gesteuert wird über die geschlossene Tür oder per Funk. So bleibt die Fläche rund um den Fernseher ruhig statt voller sichtbarer Kabel.

Das hängt vom Bedarf ab. Ein Sideboard genügt für weniger Stauraum und wirkt leicht. Wer viel verstauen möchte, fährt mit einer raumhohen Wohnwand besser, weil sie die Fläche bis zur Decke nutzt. Oft ist auch eine Kombination sinnvoll: ein Sideboard im einen Bereich, eine höhere Einheit dort, wo mehr verschwinden soll.

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28 Jahre Erfahrung

3.345 Zufriedene Kunden

155m² Schauraum-Fläche

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