Relax 2000: Wie funktioniert das Tellersystem, und für wen lohnt es sich?
Das Relax 2000 ist ein Bettsystem des österreichischen Herstellers und unserem Partner Relax Natürlich Wohnen GmbH. Statt mit durchgehenden Federholzleisten wie ein normaler Lattenrost arbeitet es mit vielen einzelnen, beweglich gelagerten Tellern aus Massivholz. Jeder Teller gibt für sich nach. Dadurch passt sich die Unterlage punktgenau an Ihren Körper an, statt Sie nur grob abzustützen. In unserem Schlafstudio in St. Pölten können Sie das System probeliegen. Dieser Beitrag erklärt, was dahintersteckt, warum das Holz eine Rolle spielt und für wen sich das Ganze lohnt.
Was ist das Relax 2000 überhaupt?
Kurz gesagt: eine Alternative zum klassischen Lattenrost. Beim Lattenrost liegen feste Leisten quer unter der Matratze. Beim Relax 2000 sitzen stattdessen viele kleine, runde Teller auf flexiblen Stäben. Jeder dieser Teller kann sich in mehrere Richtungen bewegen. Wo Sie mehr Druck ausüben, etwa an Schulter oder Hüfte, gibt der Teller stärker nach. Wo weniger Gewicht lastet, stützt er weiter. So bleibt die Wirbelsäule näher an ihrer natürlichen Linie, egal ob Sie auf dem Rücken oder auf der Seite liegen.
Wie funktioniert die Körperanpassung genau?
Der Unterschied zeigt sich beim Drehen. Ein starrer Lattenrost reagiert kaum, wenn Sie die Position wechseln. Die beweglichen Teller dagegen folgen jeder Bewegung. Das hat zwei Effekte:
- Druckentlastung: Schultern und Hüften sinken so weit ein, wie sie es brauchen. Das beugt dem typischen Taubheitsgefühl im Arm beim Seitenschlafen vor.
- Stütze dort, wo sie zählt: Der untere Rücken bekommt Halt, statt durchzuhängen.
Wie tief die Teller nachgeben, hängt vom System ab. Genau das prüfen wir gemeinsam beim Probeliegen, weil sich Anpassung schwer in Worte fassen lässt. Man muss sie spüren.
Warum Zirbe oder Buche statt Kunststoff?
Die Teller des Relax 2000 sind aus unbehandeltem Massivholz, wahlweise Zirbe oder Buche, beides aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Das ist kein Zufall.
- Buche ist robust, elastisch und langlebig. Eine solide, bewährte Wahl.
- Zirbe ist die spannendere Variante. Der Grazer Schlafforscher Maximilian Moser hat gemeinsam mit anderen Autoren untersucht, wie Zirbenholz auf den Körper wirkt. Ihre Studien deuten darauf hin, dass Zirbe die Herzschlagfrequenz senken und so für ruhigeren Schlaf sorgen kann. Dazu kommt der angenehme Duft, der mit der Zeit zwar dezenter wird, aber nicht ganz verschwindet. Und weil das Holz unbehandelt bleibt, dünstet nichts aus. Mehr zur Studie finden Sie hier: Grote et al. (2021), Cardiorespiratory Interaction and Autonomic Sleep Quality Improve during Sleep in Beds Made from Pinus cembra (Stone Pine) Solid Wood, abrufbar unter https://doi.org/10.3390/ijerph18189749
Ob Ihnen der Aufpreis für Zirbe den Unterschied wert ist, entscheiden Sie am besten direkt im Schauraum. Riechen Sie daran, fassen Sie es an. Das sagt mehr als jeder Prospekt.
Für wen eignet sich das Relax 2000, und für wen weniger?
Ehrlich gesagt ist kein System für alle perfekt. Das Relax 2000 spielt seine Stärken vor allem hier aus:
- Sie schlafen auf der Seite und spüren morgens Schulter oder Hüfte.
- Sie wechseln nachts oft die Position.
- Sie legen Wert auf Naturmaterialien und Langlebigkeit.
- Sie möchten ein System, das viele Jahre hält, statt alle paar Jahre Ersatz.
Weniger entscheidend ist der Aufwand, wenn Sie ohnehin gut schlafen und mit Ihrem aktuellen Lattenrost zufrieden sind. In dem Fall sagen wir das auch. Wir verkaufen Ihnen kein System, das Sie nicht brauchen.
Relax 2000 mit Komfort-Verstellung
Es gibt das Tellersystem auch in einer elektrisch verstellbaren Variante. Kopf- und Fußbereich lassen sich per Motor anheben. Das ist praktisch zum Lesen im Bett, und es macht das Aufstehen leichter. Gerade wer mit den Jahren etwas mehr Komfort schätzt, profitiert davon. Das Bett sieht dabei aus wie ein normales Bett, nicht wie ein Krankenbett.
Warum Probeliegen mehr bringt als jede Beschreibung
Ein Tellersystem auf dem Papier zu verstehen ist eine Sache. Zu spüren, ob es zu Ihnen passt, eine andere. Deshalb unser Rat: Kommen Sie vorbei, legen Sie sich hin, und nehmen Sie sich Zeit. Drehen Sie sich in Ihre echte Schlafposition. Bleiben Sie ein paar Minuten liegen. Erst dann zeigt das System, was es kann. Die Beratung übernimmt Gerald Gimpl, der sich zum Schlafberater ausbilden ließ.




